Politische Dissenz im Peer Review Panel der EPA Fracking-Studie

übersetzt vom Original-Artikel: https://littlesis.org/maps/1330-political-dissent-on-the-epa-fracking-study-review-panel von @hughrmacmillan

Der Spin in der Kopfzeile der EPA-Studie war in erster Linie ein Geschenk an die Fracking Industrie und Wallstreet

Im Juni 2015 veröffentlichte die EPA [die Amerikanische Umweltbehörde] eine lange erwartete Studie über die Auswirkungen von Fracking auf Trinkwasser. In der Kopfzeile hatte die Behörde die Auswirkungen als nicht „verbreitet und systemisch“ bezeichnet.

Die EPA tat dies ohne eine klare Grundlage im Bezug darauf, wie „verbreitete“oder „systemische“ Auswirkungen überhaupt aussehen, oder was die fortschreitenden Einflüsse von Fracking auf Trinkwasser eigentlich sind.  Die EPA hat eine Linie überschritten und Politik in den Bericht verspresst und letztendlich hat dies das unabhängige Gremium, das die Studie überprüfte, frakturiert. Es lies vier Industrievertreter im Gremium mit dem Rest des Gremiums brechen und die kontroverse Kopfzeile der Behörde annehmen, die Auswirkungen zurückweist.

Die eigentlichen Forschungsergebnisse des im Juni [2015] veröffentlichten Entwurfs der Studie zeigt reichlich vorhandene Risiken und Schäden. Die EPA erklärt, wo es Unsicherheiten gibt, so weit sie bekannt sind, aber sie spricht nicht an, warum diese Unsicherheiten weiterhin bestehen. Die EPA hat es, mangels freiwilliger Mitarbeit der Industrie, versäumt neue Fallstudien durchzuführen. Die Behörde hat es außerdem unerklärlicher Weise vermieden, mehrere sehr bekannte Fälle zu erwähnen, allen voran die in Pavillion, Dimock und Parker County. Eine Unzahl der, von der Kontamination Betroffenen, wurden durch gerichtliche Schlichtungen zum Schweigen gebracht.

Dem eigentlichen Inhalt der 1000-seitigen Studie zu Folge, war die Kopfzeile des Presseberichts – die da lautet: „die Bewertung zeigt keine verbreiteten, systemischen Auswirkungen [von Fracking auf Trinkwasser]“ – ein PR coup der Öl- & Gasindustrie, und der Bankinteressen, die viele Milliarden an Schulden in Bohr- und Frackingfirmen besitzen, und gerne bezahlt werden würden.

Food & Water Watch [Amerikanische Umweltschutzorganisation] argumentiert, die Zeile sei kontrovers, denn sie flickt zusammen, wo die Wissenschaft endet und die politischen Erwägungen beginnen, während die EPA ihren finalen Entwurf ihrer Bewertung der Auswirkungen von Fracking auf Trinkwasser abschließt. Die EPA hat nun etwas zu erklären.

EPA injeziert Politik in ihre kontroverse „verbreitet und systemisch“-Zeile und frackt des Peer-Review Panel:

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Peer Review Gremium der EPA Fracking Studie: Wir haben keine Ahnung wie viele Bohrungen leaken.

Peer Review Gremium der EPA Fracking Studie: Diesen Teil mit „verbreitet, systemisch“, wer zur Hölle hat das eingefügt?

Eine Erinnerung daran, dass Industrievertreter im Peer Review Gremium der EPA Fracking Studie sitzen: [„Bitte vermeiden sie die Verwendung von Worten wie Kanäle und Pfade um Brüche und Risse zu beschreiben. Das klingt wie ein Super-Highway.“ ]

 

Ende der Übersetzung

Ergänzung: ExxonMobil Deutschland hat das mal wieder ohne es zu hinterfragen übernommen: http://newsroom.erdgassuche-in-deutschland.de/startseite/epa-study-of-fracking-finds-no-widespread-systemic-pollution/ .

xom epa bla

 

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